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	<title>Carla | GitarreHamburg</title>
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		<title>Scott Tennant &#124; Pumping Nylon In Tab [Lehrwerk]</title>
		<link>https://gitarrehamburg.de/scott-tennant-pumping-nylon-in-tab-das-technik-handbuch-fuer-klassik-gitarristen-lehrwerk/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carla]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Dec 2017 10:45:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gitarrekonkret]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Noten und Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Titel: Pumping Nylon In Tab- Das Technik-Handbuch für Klassik-Gitarristen Autor: Scott Tennant Verlag: Alfred Publishing ISBN: 3-933136-04-0 Ein wirklich innovatives Technik-Handbuch für Klassikgitarrist*innen kommt unter dem Titel &#8220;Pumping Nylon&#8221; aus [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img decoding="async" loading="lazy" class="alignleft wp-image-667" src="https://gitarrehamburg.de/wp-content/uploads/2017/10/pumping-nylon.jpg" alt="" width="91" height="124" />Titel:</strong> Pumping Nylon In Tab- Das Technik-Handbuch für Klassik-Gitarristen</p>
<p><strong>Autor:</strong> Scott Tennant</p>
<p><strong>Verlag:</strong> Alfred Publishing</p>
<p><strong>ISBN:</strong> 3-933136-04-0</p>
<p>Ein wirklich innovatives Technik-Handbuch für Klassikgitarrist*innen kommt unter dem Titel &#8220;Pumping Nylon&#8221; aus dem Hause Alfred-Publishing. Es wurde in Zusammenarbeit mit dem &#8220;National Guitar Workshop&#8221;, einer renommierten Gitarren-Schule in den USA, veröffentlicht. Der Autor ist kein geringerer als Scott Tennant, bekannt u.a. als Mitglied des &#8220;Los Angeles Guitar Quartet&#8221;. Wie in anderen Technikwerken auch, werden wichtigen Themen der Gitarrentechnik wie Haltung, Tremolo, Tonleitern, Barré, Bindungen, Koordination, Arpeggios, tägliche Warm-up-Übungen, usw. ausführlich behandelt. Die Aufarbeitung dieses, von vielen Lernenden als sehr trocken empfundenen Stoffes, hebt sich aber grundlegend von den herkömmlichen Publikationen ähnlichen Inhalts ab.</p>
<p>Auffällig ist die positive Herangehensweise Tennants an technische Probleme, die auch auf die Leser*innen der prägnant formulierten Begleittexte überspringt. Wo andere Technikwerke einzig auf möglichst häufige Wiederholung des Lehrstoffs setzen, bietet Tennant immer wieder kreative Lösungsvorschläge, die dazu anregen, auch selbst auszuprobieren und nach einer individuellen Lösung von technischen Problemen zu suchen. So kann das Techniküben zu einer spannenden Entdeckungsreise werden bei der man erfährt, dass man allzu häufig die persönlichen Grenzen mit Gewalt zu verschieben sucht.</p>
<p>Die Konzeption des Buches setzt nicht voraus, dass es schrittweise von Anfang bis Ende durchgearbeitet wird. Man kann sich auch einzelne Themen herausgreifen, die zur Zeit im Vordergrund des Übens stehen. Bewusst hat der Autor darauf verzichtet, noch eine herkömmliche Materialsammlung mit Tonleitern durch alle Tonarten und allen erdenklichen Arpeggio-Formen bzw. Anschlagsmustern vorzulegen. Dazu schreibt Tennant im Vorwort: &#8220;<em>Meine Absicht war es vielmehr, mich nur auf bestimmte technische Fragen zu konzentrieren, die, soweit ich weiß, in keinem anderen Buch deutlich erklärt werden.</em>&#8221;</p>
<p>Zwei Kapitel heben sich ganz besonders von üblichen Technikwerken ab. So geht Tennant ausführlich auf verschiedene Flamencospieltechniken wie Alzapua und Rasgueados ein. Besonders das Üben von Rasgueados ist Tennant ein wichtiges Anliegen, werden dabei doch die Streckmuskeln aufgebaut, welche die Finger nach außen bewegen und so für ein schnelle Rückstellbewegung sorgen. Auch auf die Tonerzeugung und ganz besonders auf die richtige Formung der Fingernägel in der Art einer &#8220;Rampe&#8221; geht der Autor intensiv ein.</p>
<p>Im interessanten Nachwort hat Scott Tennant noch einmal seine Gedanken zu den Themen Lampenfieber, Übung und Begeisterung zusammengefasst.</p>
<p>Aufgelockert wird das Lehrwerk zudem mit interessanten Sinnsprüchen und fernöstlichen Weisheiten die so manche Botschaft Tennants unterstreichen und auf angenehme Weise zum denken anregen. So unterstreicht er z.B. die Aussage, man solle am Anfang möglichst langsam Üben mit diesem Zweizeiler von William Shakespeare:</p>
<p>&#8220;<em>Um einen steilen Hügel zu erklimmen,</em><br />
<em> muss man am Anfang langsam gehen.</em>&#8221;</p>
<p>Neben der Standardnotation, sind alle Übungen auch in Tabulaturschreibweise dargestellt.</p>Der Beitrag <a href="https://gitarrehamburg.de/scott-tennant-pumping-nylon-in-tab-das-technik-handbuch-fuer-klassik-gitarristen-lehrwerk/">Scott Tennant | Pumping Nylon In Tab [Lehrwerk]</a> erschien zuerst auf <a href="https://gitarrehamburg.de">GitarreHamburg</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Wolfgang Lendle &#124; Variations Capricieuses</title>
		<link>https://gitarrehamburg.de/wolfgang-lendle-variations-capricieuses-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carla]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Oct 2017 09:13:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CDs]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarrekonkret]]></category>
		<category><![CDATA[Klassik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wolfgang Lendle hat Spaß an der Virtuosität und zeigt dies auch. Dies wird schon am eingespielten Repertoire deutlich. Mit seinen eigenen Kompositionen und den Interpretationen selbst bearbeiteter Werke von Paganini, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone wp-image-1477" src="https://gitarrehamburg.de/wp-content/uploads/2017/10/Variations_lendle.jpg" alt="" width="182" height="180" /></p>
<p>Wolfgang Lendle hat Spaß an der Virtuosität und zeigt dies auch. Dies wird schon am eingespielten Repertoire deutlich. Mit seinen eigenen Kompositionen und den Interpretationen selbst bearbeiteter Werke von Paganini, Kreutzer und Alard bringt er seine innere Verbundenheit mit den Instrumentalvirtuosen der romantischen Epoche, die gleichzeitig auch meist selbst Komponisten waren, zum Ausdruck. Gleich zu Beginn brennt Lendle mit der Caprice Nr. 24 op. 1 von N. Paganini ein regelrechtes Feuerwerk ab. Er überzeugt hierbei nicht nur durch eine makellose technische Beherrschung des Stücks, sondern auch durch die Klarheit der Phrasierung und eine hohe musikalische Intensität.</p>
<p>Mit der CD &#8220;Variations Capricieuses&#8221; stellt sich aber insbesondere der Komponist Wolfgang Lendle vor. Seine Eigenkompositionen stellen die einzige Originalliteratur dieser Aufnahmen dar. Fast bescheiden erklärt er im Booklet, dass die wirklich große Musik dieser Zeit aus der Feder von Nichtinterpreten geflossen sei. Seine Kompositionen dürften aber auch für andere Gitarristen sehr interessant sein. In ihnen lotet Lendle die Möglichkeiten des solistischen Spiels auf der Gitarre aus und überrascht dabei immer wieder mit frappierenden Effekten. Die Tonsprache der Kompositionen ist eher von traditionellem Charakter, zeigt aber einen freien Umgang mit Dissonanzen. Lendles Werke haben nichts von angestrengtem Avantgardismus und spiegeln seine große Kenntnis des Instruments und die Freude am virtuosen Spiel wieder.</p>
<p>In den &#8220;Tres piezas del litoral&#8221; wagt er die kompositorische Auseinandersetzung mit südamerikanischem Material. Die Stücke &#8220;Rumba Negra&#8221;, &#8220;Cuna encantada&#8221; und &#8220;Fiesta en Manabi&#8221; beinhalten zwar südamerikanische Rhythmen und basieren auf entsprechenden programmatischen Inhalten, sie sind aber keineswegs simple, folkloristische Imitationen.</p>
<p>Die übrigen Kompositionen sind gewissermaßen ein Bekenntnis zu Persönlichkeiten, die einen musikalischen Einfluss auf den Komponisten und Interpreten Wolfgang Lendle gehabt haben. Durch das Stück &#8220;Threnodie &#8211; Il Domenico ricordato&#8221; bringt er seine Bewunderung für den Komponisten Domenico Scarlatti zum Ausdruck. Die drei Stücke der &#8220;Homenaje catalán&#8221; sind jeweils M. Llobet, P. Casals und E. Pujol gewidmet. Hier verarbeitet er zudem folkloristische Themen aus der katalanischen Heimat dieser drei Musiker.</p>
<p>Die nicht von dem Interpreten selbst geschriebenen Werke stammen allesamt von Violinvirtuosen und Pädagogen. Neben Kompositionen von Paganini sind dies zwei Etüden von Rudolf Kreutzer und Delphin Alard, die trotz ihrer didaktischen Inhalte auch von unbestreitbarem musikalischem Wert sind.</p>
<p>Mit den letzten zwei Titeln der Einspielung erweist der Interpret noch einmal Paganini seine Referenz. Mit einer sehr gelungenen Bearbeitung von &#8220;La Campanella&#8221; zeigt er in überzeugender Weise auf, welches Repertoire sich für die Gitarre erschließen lässt.</p>
<p>Die bewusst gewählte Anordnung der Reihenfolge alt-neu, bzw. Bearbeitung-Originalstück, mit der Wolfgang Lendle eine Alternative zum gängigen Solorepertoire bieten möchte, geben der Einspielung ihren Rahmen. Den Abschluss bildet dabei die Komposition, nach der die CD benannt wurde. In den &#8220;Variations Capricieuses d´après Paganini&#8221; verarbeitet Lendle das Thema der eingangs gespielten Caprice Nr. 24 op. 1 und schließt durch diese Fusion von Alt und Neu einen Kreis.</p>
<p><a href="/interview-mit-wolfgang-lendle-veroeffentlicht-am-04-01-2002/" target="_blank" rel="noopener">Interview mit Wolfgang Lendle</a></p>
<p>CD-Besprechung: <a href="/wolfgang-lendle-carmenfantasy/" target="_blank" rel="noopener">Carmenfantasy</a></p>
<p>&nbsp;</p>Der Beitrag <a href="https://gitarrehamburg.de/wolfgang-lendle-variations-capricieuses-2/">Wolfgang Lendle | Variations Capricieuses</a> erschien zuerst auf <a href="https://gitarrehamburg.de">GitarreHamburg</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Quintenzirkel zur Ermittlung von Harmonien</title>
		<link>https://gitarrehamburg.de/quintenzirkel-zur-ermittlung-von-harmonien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carla]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Oct 2017 08:45:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Quintenzirkel ist ein beliebtes Mittel um die zu einer Tonart gehörigen Harmonien zu ermitteln. Download pdf-Datei</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Quintenzirkel ist ein beliebtes Mittel um die zu einer Tonart gehörigen Harmonien zu ermitteln. <a href="https://gitarrehamburg.de/wp-content/uploads/2017/10/Quintenzirkel.pdf" target="_blank" rel="noopener">Download pdf-Datei</a></p>Der Beitrag <a href="https://gitarrehamburg.de/quintenzirkel-zur-ermittlung-von-harmonien/">Quintenzirkel zur Ermittlung von Harmonien</a> erschien zuerst auf <a href="https://gitarrehamburg.de">GitarreHamburg</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie kann ich Akkorde selbst herausfinden?</title>
		<link>https://gitarrehamburg.de/wie-kann-ich-akkorde-selbst-herausfinden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carla]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Oct 2017 08:39:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarrekonkret]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen & Lehren]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frage: Ich suche zu alten Volksliedern Gitarrengriffe bzw. eine Möglichkeit, sie selbst herauszufinden. Wie finde ich heraus welcher Akkord zu welcher Notenfolge passt? Gibt es da einfache Methoden oder Formeln? [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage:</strong></p>
<p><strong>Ich suche zu alten Volksliedern Gitarrengriffe bzw. eine Möglichkeit, sie selbst herauszufinden. Wie finde ich heraus welcher Akkord zu welcher Notenfolge passt? Gibt es da einfache Methoden oder Formeln?</strong></p>
<p><strong>Antwort: </strong></p>
<p>Selbstverständlich gibt es Regeln, mit denen sich die richtigen Akkorde zu einer Melodie herausfinden lassen, bzw. mit denen man eine Melodie harmonisieren kann. Eine eingehende Betrachtung dieses Themas würde an dieser Stelle zu weit führen, da hierfür etwas musiktheoretisches Vorwissen nötig wäre. Ein paar Tipps kann ich Dir aber dennoch geben, mit denen Du die Akkorde für so manches Lied herausfinden kannst.</p>
<p>Wie Du vielleicht festgestellt hast, kann man sehr viele Lieder schon mit nur zwei Akkorden begleiten. Diese Akkorde heißen in der Harmonielehre Tonika und Dominante. Die Tonika ist der Akkord, der mit dem Namen der Tonart übereinstimmt. Bei einem Stück in der Tonart C-Dur ist der C-Dur-Akkord also auch die Tonika. Es ist also der Akkord (bzw. Dreiklang), der sich auf der I. Stufe der Tonleiter befindet. Auf der V. Stufe der Tonleiter befindet sich die so genannte Dominante. In der Tonart C-Dur wäre das also der G-Dur-Akkord. Ihr Name kommt vom lateinischen dominare (beherrschen). Sie herrscht sozusagen über die Tonika, weil die Dominante in der klassischen Harmonielehre die Rückkehr in die Tonika erzwingt. Man spricht auch davon, dass sich die Dominante in die Tonika auflöst. Die Dominante erscheint oft auch als Septakkord (in C-Dur also G7).</p>
<p>Hast Du ein Lied vor Dir liegen, müsstest Du  zuerst einmal herausfinden, in welcher Tonart dieses steht. Die Tonart erkennst Du an den Vorzeichen, die hinter dem Notenschlüssel notiert sind. Falls Du Dich hier nicht so gut auskennst, nimm Dir einfach einen Quintenzirkel zur Hilfe: <a href="https://gitarrehamburg.de/wp-content/uploads/2017/10/Quintenzirkel.pdf" target="_blank" rel="noopener">Download Quintenzirkel als pdf-Datei</a></p>
<p>Vergleiche nun, wie viele Kreuz- oder B-Vorzeichen am Anfang des Stückes stehen und mit welcher Tonart des Quintenzirkels dies übereinstimmt.  Stehen z.B. drei Kreuzvorzeichen am Anfang des Stückes, so steht das Stück höchstwahrscheinlich in der Tonart A-Dur. Gehst Du im Uhrzeigersinn eine Tonart weiter, findest Du mit dem Quintenzirkel immer die zur Tonika passende Dominante. Die Dominante zu A-Dur ist also E-Dur. Jetzt heißt es ausprobieren. Versuche mit Tonika und Dominate das Lied zu begleiten. Meist beginnen und enden Lieder übrigens mit der Tonika!</p>
<p>Neben den beiden so genannten Hauptfunktionen Tonika und Dominante gibt es mit der Subdominante noch eine Dritte. Die Subdominante steht auf der vierten Stufe der Tonleiter (lat. sub: unter), man kann sie aber auch wieder ganz einfach mit Hilfe des Quintenzirkels herausfinden, indem man gegen den Uhrzeigersinn, ausgehend von der Tonika, eine Tonart weiter geht. Die Subdominante von C-Dur ist beispielsweise F-Dur. Wenn Du bei Deinen Begleitversuchen also nicht mit Tonika und Dominante weiter kommst, dann versuche ob die Subdominante passt.</p>
<p>Sollte Deine Begleitung dauerhaft schräg klingen, könnte es daran liegen, dass das Lied in der so genannten parallelen Molltonart steht. Zu jeder Durtonart gibt es eine Molltonart mit derselben Anzahl an Vorzeichen. Die parallele Molltonart zu C-Dur ist demnach a-moll. In unserem Beispiel A-Dur wäre es fis-moll. Im Quintenzirkel ist die parallele Molltonart immer jeweils gegenüber der entsprechenden Dur-Tonart notiert.</p>
<p>Um Begleitungen noch interessanter zu gestalten, kann man die Hauptfunktionen (Tonika, Subdominante, Dominante) hin und wieder durch die so genannten Parallelklänge ersetzten. Die Parallelklänge stehen im Quintenzirkel den Hauptfunktionen gegenüber. C-Dur kann man z.B. durch a-moll, F-Fur durch d-moll, G-Dur durch e-moll usw. ersetzten. Sollte Dir Deine Begleitung zu langweilig werden, experimentiere einfach einmal mit den Parallelklängen herum.</p>
<p>Selbstverständlich lassen sich mit diesem Basiswissen noch längst nicht alle Lieder begleiten. Spätestens wenn so genannte Modulationen (Tonartwechsel) oder einfache Zwischendominanten auftauchen, sind Dir vorerst noch Grenzen gesetzt. Selbstverständlich braucht es auch ein wenig Geduld und Ausdauer, bis das Gehör so gut geschult ist, dass es in kurzer Zeit erkennt, welcher Akkord an welcher Stelle passt. Mit diesem Basiswissen hat man die Möglichkeiten aber schon stark eingegrenzt, so dass man nicht mehr ganz im Dunkeln &#8220;herumstochert&#8221;. Mit ein wenig Übung solltest Du aber bald zu einem sehr großen Repertoire an Liedern die Begleitakkorde herausfinden können.</p>
<p>Und wenn Du merken solltest, dass es partout nicht mehr weitergeht, dann gibt es ja immer noch die Möglichkeit, sich ein wenig intensiver mit Harmonielehre und Melodieanalyse auseinander zu setzen.</p>Der Beitrag <a href="https://gitarrehamburg.de/wie-kann-ich-akkorde-selbst-herausfinden/">Wie kann ich Akkorde selbst herausfinden?</a> erschien zuerst auf <a href="https://gitarrehamburg.de">GitarreHamburg</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was bringen Meisterkurse und was sind die Voraussetzungen zur Teilnahme?</title>
		<link>https://gitarrehamburg.de/was-bringen-meisterkurse-und-was-sind-die-voraussetzungen-zur-teilnahme/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carla]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Oct 2017 08:28:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarrekonkret]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen & Lehren]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frage: Ich lese hier immer öfter von Meisterkursen. Besonders im Kursverzeichnis gibt es zahlreiche Angebote. Was bringen Meisterkurse? Reicht der normale Unterricht nicht aus? Was muss man können, um an [&#8230;]</p>
Der Beitrag <a href="https://gitarrehamburg.de/was-bringen-meisterkurse-und-was-sind-die-voraussetzungen-zur-teilnahme/">Was bringen Meisterkurse und was sind die Voraussetzungen zur Teilnahme?</a> erschien zuerst auf <a href="https://gitarrehamburg.de">GitarreHamburg</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Frage:</em></p>
<p>Ich lese hier immer öfter von Meisterkursen. Besonders im Kursverzeichnis gibt es zahlreiche Angebote. Was bringen Meisterkurse? Reicht der normale Unterricht nicht aus? Was muss man können, um an so einem Kurs teil zu nehmen? Was muss man unter passiver Teilnahme verstehen? Ich spiele seit einigen Jahren akustische Gitarre und suche nach Möglichkeiten mich weiter zu entwickeln!</p>
<p><em>Antwort: </em></p>
<p>Zu diesem Thema hat sich der Gitarrist Wolfgang Lendle in einem Interview folgendermaßen geäußert: &#8220;<em>Meisterkurse halte ich grundsätzlich für sehr wichtig, vielleicht nicht unbedingt für jedes Ausbildungsstadium, aber einem schon ziemlich fortgeschrittenen Schüler kann man auch in 2 oder 3 Tagen eine Vielzahl von Tipps aller Art geben, die ihn sehr motivieren können , ja ihm viele neue Perspektiven eröffnen können. Oft kann man tatsächlich in einer solch kurzen Zeit manches alte Problem lösen, denn man tritt als Kursdozent einem Schüler ja völlig neutral gegenüber und erkennt unter Umständen auch Dinge, die der ständige Lehrer durchaus am Anfang auch erkannt hat, sich aber vielleicht inzwischen, nach mehreren nur mäßig erfolgreichen Lösungsversuchen mit einer Kompromisslösung abgefunden hat. Hier tut ein kurzer, aber heftiger frischer Windstoß oft sehr gut. Dies kann meinen eigenen Studenten selbstverständlich auch passieren, wenn sie zu Kollegen auf Kurse fahren. In jedem Fall befürworte ich für meinen Studenten die Teilnahme an Kursen bei Kollegen. Dazu kommt noch der überaus wichtige und fruchtbare Austausch der Kursteilnehmer untereinander!</em>&#8221;</p>
<p>Dem ist in vollem Umfang zuzustimmen. Ich selbst habe erlebt, wie stark man von intensiven Kurserlebnissen profitieren kann und wie fruchtbar sich dies auch auf den Unterricht mit der/dem Stammlehrer*in auswirkt. Die Vorraussetzungen sind von Veranstaltung zu Veranstaltung sehr unterschiedlich. Normalerweise sind diese aber der Ankündigung zu entnehmen oder lassen sich einfach bei den Veranstalter*innen erfragen. Wer sich das erste Mal auf einen Meisterkurs begibt sollte sich dabei ganz realistisch einschätzen und dies auch bei der Wahl der/des Dozent*in berücksichtigen.</p>
<p>Sicher träumt fast jede/r von Stunden bei den Stars der Zunft. Wer sich gleich für Stunden mit John Williams oder Pepe Romero bewirbt sollte sich dabei aber ganz selbstkritisch hinterfragen, ob er schon die nötige Sicherheit mitbringt, um vom Podiumsunterricht vor einer großen Zuhörerschaft wirklich zu profitieren. Es empfiehlt sich sehr, anfangs bei weniger bekannten aber nicht weniger kompetenten Dozent*innen die nötige Routine für derartige Situationen zu sammeln.</p>
<p>Für die klassischen Meisterkurse hat sich der Podiumsunterricht als bewährte Unterrichtform herauskristallisiert. Dies ermöglicht der/dem Dozent*in auf die/den einzelne/n Student*in und die jeweils individuellen interpretatorischen und spieltechnischen Problemstellungen einzugehen. Die jeweils inaktiven Teilnehmer*innen lernen dabei durch passives Zuhören und profitieren durch Anschauung auf vielfache Weise auf inhaltlicher, pädagogischer und methodischer Ebene.</p>
<p>Die passive Teilnahme kann aber auch dazu dienen, einfach mal in die Kursatmosphäre herein zu schnuppern, sich mit der Situation vertraut zu machen, die Aura einer großen Künstlerpersönlichkeit zu spüren und Motivation zu tanken. Immer wieder erlebt man auf Meisterkursen und Festivals, dass es nach besonders intensiven und inspirierten Stunden auch die passiven Teilnehmer*innen mit Ungeduld und voller Tatendrang zu ihren Instrumenten zieht.</p>
<p>Kurse dienen aber auch immer dazu neue Kontakte zu knüpfen, Spielpartner*innen zu finden, zu fachsimpeln. Oft sind auch Gitarrenbauer*innen oder Notenhändler*innen vor Ort, so dass die Möglichkeit besteht, Instrumente anzuspielen und sich über Neuerscheinungen zu informieren.</p>
<p>Bei Deiner Frage hast Du offen gelassen, ob Du klassische/r Gitarrist*in oder Fingerstyle-Gitarrist*in bist. Falls letzteres der Fall ist, bringen Dich Meisterkurse nicht wirklich weiter. In diesem Fall solltest Du im umfangreichen Workshopangebot etwas Passendes finden.</p>Der Beitrag <a href="https://gitarrehamburg.de/was-bringen-meisterkurse-und-was-sind-die-voraussetzungen-zur-teilnahme/">Was bringen Meisterkurse und was sind die Voraussetzungen zur Teilnahme?</a> erschien zuerst auf <a href="https://gitarrehamburg.de">GitarreHamburg</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was bedeutet &#8220;Wum&#8221;, &#8220;ta&#8221; und &#8220;ke&#8221; bei den Schlagmustern zur Liedbegleitung?</title>
		<link>https://gitarrehamburg.de/was-bedeutet-wum-ta-und-ke-bei-den-schlagmustern-zur-liedbegleitung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carla]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Oct 2017 08:17:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarrekonkret]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen & Lehren]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frage: Vor ein paar Wochen habe ich mit der Liedbegleitung auf der Gitarre angefangen. Bisher habe ich immer alle Saiten von oben bis zur höchsten Saite durchgestrichen. Das klingt mir [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Frage:</em></p>
<p>Vor ein paar Wochen habe ich mit der Liedbegleitung auf der Gitarre angefangen. Bisher habe ich immer alle Saiten von oben bis zur höchsten Saite durchgestrichen. Das klingt mir aber langsam zu langweilig. Jetzt bin ich auf der Site &#8220;Hilfsmittel&#8221; über Eure Schlagmustertabelle gestolpert. Leider kapier ich überhaupt nicht, was mit &#8220;Wum&#8221;, &#8220;ta&#8221; und &#8220;ke&#8221; gemeint ist. Über eine Erklärung würde ich mich freuen!</p>
<p><em>Antwort: </em></p>
<p>Da hast Du genau genau den richtigen Download entdeckt. Hier habe ich ein paar Basis-Schlagmuster zusammengefasst, wie ich sie Anfänger*innen in der Liedbegleitung beibringe.</p>
<p>Zum Anschlagen benutze ich eine Kombination aus Daumen- und Zeigefingeranschlag. Während der Daumen  hauptsächlich die drei tiefen Saiten zum Klingen bringt, ist der Zeigefinger für das Anschlagen der hohen Saiten zuständig. In der Schlagmustertabelle ist der Daumenanschlag (Wum) durch die dicken Pfeile über den Basssaiten zu erkennen, die dünnen Pfeile zeigen den Zeigefingeranschlag an. Zeigt der Pfeil zur obersten Linie (stellt die hohe e-Saite dar) handelt es sich um einen Abschlag (ta). Die entgegengesetzte Richtung kennzeichnet einen Aufschlag (ke).</p>
<p>Eine gute Methode Rhythmen zu verinnerlichen ist es, sie sich mit geeigneten Silben vorzusprechen. Dies kann sowohl beim Spielen, als auch vorbereitend ohne Instrument gemacht werden. Diese Methode ist nicht neu und wird u.a. in zahlreichen TaKeTiNa-Rhythmuskursen eingesetzt. Die nach Zoltan Kodály gelehrte Rhythmussprache basiert auf den Silben &#8220;ta&#8221; und &#8220;ti&#8221;. Auch mit den Silben &#8220;Wum&#8221;, &#8220;ta&#8221; und &#8220;ke&#8221; kann man sich Rhythmen schon durch das Sprechen sehr gut einprägen. Dadurch, dass jede Silbe mit einer bestimmten Klangfarbe und einer bestimmten Anschlagsrichtung gekoppelt ist, findet eine gewisse Selbstkonditionierung statt. Neue Anschlagsmuster können später oft durch das bloße mehrmalige Sprechen der Rhythmussilben schon nach kurzer Zeit auf der Gitarre umgesetzt werden.</p>
<p>Gerade in Liedbegleitungskursen in denen ohne Noten gearbeitet wird, lassen sich mit dieser Methode auch komplizierte Rhythmen erstaunlich schnell mit den Teilnehmer*innen einstudieren. Damit die genauen Notenwerte, aus denen sich der jeweilige Rhythmus zusammensetzt, auch ohne vorsprechende Lehrperson eigenständig entschlüsselt werden können, braucht man selbstverständlich elementare Grundkenntnisse in der rhythmischen Notation.</p>
<p>Wenn Du gerne ohne Lehrer*in weiterarbeiten möchtest, dann schau Dich doch mal im Linkverzeichnis in der Rubrik &#8220;Musiktheorie&#8221; um. Hier gibt es ein paar Links zu  Web-Sites, auf denen die elementare Notenlehre erklärt wird.</p>
<p>Die Rhythmussilben &#8220;Wum&#8221;, &#8220;ta&#8221; und &#8220;ke&#8221; sind natürlich keine Erfindung von mir. Wahrscheinlich sind sie so alt wie die Gitarre selbst. Gestoßen bin ich auf sie u.a. in der Gitarrenschule &#8220;Gitarre&#8221; des Gitarristen und Buchautoren Erhard Hirsch.</p>
<p>Hier kann die Schlagmustertabelle herunter geladen werden:</p>
<p><a href="https://gitarrehamburg.de/wp-content/uploads/2017/10/Schlagmuster.pdf" target="_blank" rel="noopener">Schlagmustertabelle als pdf-Datei</a></p>Der Beitrag <a href="https://gitarrehamburg.de/was-bedeutet-wum-ta-und-ke-bei-den-schlagmustern-zur-liedbegleitung/">Was bedeutet &#8220;Wum&#8221;, &#8220;ta&#8221; und &#8220;ke&#8221; bei den Schlagmustern zur Liedbegleitung?</a> erschien zuerst auf <a href="https://gitarrehamburg.de">GitarreHamburg</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Was tun, um das Zusammenspiel im Gitarrenquartett zu verbessern?</title>
		<link>https://gitarrehamburg.de/was-tun-um-das-zusammenspiel-im-gitarrenquartett-zu-verbessern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carla]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Oct 2017 08:07:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarrekonkret]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen & Lehren]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frage: Ich hab mit Freunden ein Gitarrenquartett gegründet. Bei den ersten Proben hatten wir weniger mit den Stücken, als mit dem Zusammenspiel zu kämpfen. Kannst Du uns ein paar Tipps [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Frage:</em></p>
<p>Ich hab mit Freunden ein Gitarrenquartett gegründet. Bei den ersten Proben hatten wir weniger mit den Stücken, als mit dem Zusammenspiel zu kämpfen. Kannst Du uns ein paar Tipps geben, wie wir das verbessern können?</p>
<p><em>Antwort: </em></p>
<p>Kammermusik ist für Gitarrist*innen eine ganz besondere Herausforderung. Dies hängt natürlicher Weise mit der Art der Tonerzeugung zusammen. Im Gegensatz zu Flöten oder Geigen, wird z.B. ein zu später Anschlag generell durch deutliche Hörbarkeit bestraft.</p>
<p>Die wichtigste Grundvorraussetzung ist natürlich, dass alle ihre jeweilige Stimme gut beherrschen, um die ganze Konzentration auf das Zusammenspiel zentrieren zu können. Hierbei empfiehlt sich beim Einstudieren zur Kontrolle das Metronom einzusetzen. Die Tempi sollten vorher gemeinsam festgelegt werden, damit jede/r Spieler*in beim Üben die selbe Hörerwartung entwickelt.</p>
<p>Aus den Einsätzen sollten die Tempi eindeutig abzunehmen sein. Es lohnt sich, das Geben der Einsätze gesondert zu üben. Jede/r Spieler*in sollte einmal versuchen, den Mitmusiker*innen nacheinander verschiedene Tempi &#8211; einzig durch einen körperlichen Einsatz &#8211; zu vermitteln. Ein schlechter Einsatz zieht sich oft wie ein roter Faden durch das gesamte folgende Stück.</p>
<p>Sehr hilfreich ist es, wenn man sich beim Üben nicht nur auf seinen eigenen Part konzentriert, sondern sich auch mit den Stimmen der Mitspieler*innen auseinandersetzt. Wer anhand der Partitur übt und so die gesamte musikalische Struktur durchschaut, entdeckt dabei auch schnell markante Orientierungsmöglichkeiten, die ihm die anderen Stimmen bieten.</p>
<p>Das allerwichtigste für ein gutes Zusammenspiel ist natürlich, das man sich gut zuhört. &#8220;<em>Nur mit den Ohren spielt man gut</em>&#8220;, könnte man hier frei nach St. Exupery sagen. Oft findet dieser an sich als selbstverständlich erscheinende Punkt nicht genug Beachtung. Die Musiker*innen spielen als Individualist*innen vor sich hin, nehmen den Gesamtklang aber gar nicht in sich auf. Deshalb sollte man sich anfangs auch auf weniger komplexe Werke beschränken.</p>
<p>Um sich einmal ganz auf das Zuhören zu konzentrieren, können sich die Ensemblemitspieler*innen so mit dem Rücken zueinander setzen, dass sie keinen Blickkontakt untereinander haben. Das Ohr bietet in diesem Fall die einzige Orientierungsmöglichkeit. Erstaunlicherweise funktionieren meist sogar die Einsätze, obwohl man sich nicht anschaut.</p>
<p>Um die ganze Aufmerksamkeit auf die rhythmische Komponente eines Stücks lenken zu können, sollte man die Saiten des Instruments hin und wieder mit einem Tuch abdämpfen, so dass nur noch ein percussiver Klang entsteht. Gerade bei hohen Tempi lohnt sich diese Übemethode, da man alle Aufmerksamkeit auf den gemeinsamen Anschlag und die rhythmische Präzision richtet.</p>
<p>Sehr wichtig für das Zusammenspiel ist auch eine gemeinsame musikalische Idee. Ein Ensemble sollte grundsätzlich mit einer Stimme sprechen und eine gemeinsame Interpretation festlegen, die sich auf die formalen, artikulatorischen, dynamischen und klangfarblichen Aspekte des Werks bezieht.</p>
<p>Um als Ensemble zusammen zu wachsen, braucht es selbstverständlich etwas Zeit. Man muss sich gut kennen lernen, um irgendwann genau die Phrasierung der Mitspieler*innen vorauszuahnen und organisch mit zu gestalten.</p>
<p>Als kleine Einspielübung empfehle ich Euch das gemeinsame Tonleiterspiel. Nehmt Euch eine einfache Skala und spielt diese vorerst unisono. Später können dann rhythmische Ergänzungsübungen folgen: Bei der viermaligen Wiederholung jedes Skalentons, können z.B. die erste und die dritte Note von zwei Spieler*innen übernommen werden, während die Töne auf der zweiten und vierten Zählzeit von den anderen beiden Spieler*innen eingefügt werden. Dies lässt sich in allen möglichen Kombinationen ausführen und schult auch das individuelle Rhythmusgefühl.</p>Der Beitrag <a href="https://gitarrehamburg.de/was-tun-um-das-zusammenspiel-im-gitarrenquartett-zu-verbessern/">Was tun, um das Zusammenspiel im Gitarrenquartett zu verbessern?</a> erschien zuerst auf <a href="https://gitarrehamburg.de">GitarreHamburg</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Was kann ich gegen Scheppern bei der Liedbegleitung machen?</title>
		<link>https://gitarrehamburg.de/was-kann-ich-gegen-scheppern-bei-der-liedbegleitung-machen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carla]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Oct 2017 21:57:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarrekonkret]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen & Lehren]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frage: Ich spiele seit rund sieben Monaten Gitarre, hauptsächlich Liedbegleitung. Leider klingt es immer so dumpf. Oft gibt die Gitarre auch unschöne Geräusche von sich. Kann man etwas gegen das [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Frage:</em></p>
<p>Ich spiele seit rund sieben Monaten Gitarre, hauptsächlich Liedbegleitung. Leider klingt es immer so dumpf. Oft gibt die Gitarre auch unschöne Geräusche von sich. Kann man etwas gegen das Scheppern und Klirren machen, oder liegt das an der Gitarre?</p>
<p><em>Antwort: </em></p>
<p>Selbstverständlich kann ein Instrument mit zu niedriger Saitenlage Schuld an den Nebengeräuschen sein. Ferndiagnosen will und kann ich in solchen Dingen aber nicht anstellen. Da hilft nur eine fachkundige Beratung z.B. in einem entsprechenden Musikgeschäft oder bei einer/einem Gitarrenbauer*in.</p>
<p>Gerade anfangs liegt die Ursache der Nebengeräusche aber zumeist  in der Spieltechnik. Du beschreibst, dass die Gitarre oft dumpf klingt. Auch dies deutet darauf hin, dass Du insbesondere Deine Grifftechnik weiter entwickeln solltest.</p>
<p><strong>Hier ein paar Tipps:</strong> Beobachte, ob die Finger Deiner Greifhand beim Greifen die Nachbarsaiten vielleicht berühren und diese dadurch ungewollt abdämpfen. Die Finger sollten wie kleine Hämmerchen von vorne auf das Griffbrett aufgesetzt werden. Dies erreicht man durch eine Krümmung der Finger im mittleren und unteren Endgelenk.</p>
<p>Unbedingt nah am Bundstäbchen greifen. Man spart so Kraft und vermeidet Nebengeräusche. Greift man auf dem Bundstäbchen, klingt der Ton allerdings wiederum zu dumpf.</p>
<p>Durch Klopfübungen kann man seine Grifftechnik effektiv verfeinern. Mache z.B. einen Vierfingeraufsatz in der VII. Lage auf der g-Saite (1. Finger im 7. Bund, 2. Finger im 8. Bund, dritter Finger im 9. Bund und vierter Finger im 10. Bund). Hebe nun den ersten Finger von der Saite ab, alle anderen Finger bleiben in ihrem Bund auf der g-Saite liegen. Klopfe nun schwungvoll mit dem ersten Finger auf die g-Saite. Dies mehrmals (z.B. 10 mal) wiederholen. Dann denselben Vorgang nacheinander mit den anderen Fingern wiederholen. Trainiere dies auch auf den anderen Saiten und in anderen Lagen. Diese Übung wird die Koordinationsfähigkeit Deiner linken Hand verbessern und Deine Finger kräftigen, wenn Du sie über einen längeren Zeitraum täglich im Programm hast. Danach sind auch Bindeübungen, bzw. Übungen mit Pull-Off und Hammering-On sehr zu empfehlen.</p>
<p>Greife nun einmal wie oben beschrieben einen Akkord und schlage nach und nach jede einzelne Saite an. Sollte dabei ein Ton nicht klingen, dann überprüfe ob Du den Druck des Fingers auf die entsprechende Saite etwas erhöhen musst. Hierbei auf keine Fall verkrampfen. Immer nur so viel Kraft aufwenden, wie für einen sauberen Ton notwendig ist. Mache dies mit verschiedenen Griffen.</p>
<p>Oft entstehen Nebengeräusche auch beim Umgreifen, wenn z.B. die Finger zu spät in ihrem Bund ankommen. Dies kann man gut mit den folgenden Übungen verbessern:</p>
<ol>
<li>Nimm Dir zwei beliebige Akkorde, zwischen denen Du den Griffwechsel verbessern möchtest.</li>
<li>Zuerst versuche einfach ohne anzuschlagen hin und her zu wechseln, bis jeder Finger seinen Weg genau kennt. Mache immer wieder Pausen um zu vermeiden, dass die Hand sich verkrampft bzw. fest wird.</li>
<li>Bei der ersten Übung hast Du vielleicht bemerkt, dass nicht alle Finger gleichzeitig ihre Töne treffen. Dies sollte aber der Fall sein, wenn man vermeiden möchte, dass Töne evtl. erst nach dem Akkordanschlag gegriffen werden und sich so falsche Töne und Nebengeräusche einschleichen. Probiere nun denselben Akkordwechsel und bereite die Finger jeweils vor dem Zugreifen in der Luft vor. Das heißt, jeder Finger sollte vor dem Greifen schon über seiner Saite bzw. über seinem Bund schweben. Dann versuche alle Finger gleichzeitig abzusetzen. Wechsel auf diese Art und Weise mehrere Male hin und her. Immer an die Pausen zu Regeneration denken.</li>
<li>Funktioniert das schon einigermaßen, kann dazu übergegangen werden, die Akkorde nach dem Umgreifen durchzustreichen um zu hören ob alle Töne sauber klingen. Diese Übung muss noch nicht in einem bestimmten Rhythmus ausgeführt werden.</li>
<li>Als letzte Stufe sollte der Akkordwechsel auch rhythmisiert geübt werden. Suche Dir dazu ein Anschlagsmuster und wechsele z.B. alle zwei Takte von dem einen Akkord zum anderen.</li>
<li>Funktioniert dies gut, dann suche Dir einfache Lieder aus, die mit diesem Griffwechsel gespielt werden können. Für sehr viele Lieder reichen zwei Akkorde zum Begleiten vollkommen aus.</li>
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		<title>Wie kann mein Melodienspiel schöner klingen?</title>
		<link>https://gitarrehamburg.de/wie-kann-mein-melodienspiel-schoener-klingen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carla]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Oct 2017 21:50:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarrekonkret]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen & Lehren]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frage: Wie kann ich es hinbekommen, dass mein Melodiespiel schöner klingt? Irgendwie hört sich das bei mir immer so abgehackt an. Antwort:  Besonders am Anfang tritt dieses Problem häufig auf. [&#8230;]</p>
Der Beitrag <a href="https://gitarrehamburg.de/wie-kann-mein-melodienspiel-schoener-klingen/">Wie kann mein Melodienspiel schöner klingen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://gitarrehamburg.de">GitarreHamburg</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Frage:</em></p>
<p>Wie kann ich es hinbekommen, dass mein Melodiespiel schöner klingt? Irgendwie hört sich das bei mir immer so abgehackt an.</p>
<p><em>Antwort: </em></p>
<p>Besonders am Anfang tritt dieses Problem häufig auf. Gut, dass Du es erkannt hast, denn damit hast Du schon den ersten Schritt getan. Hier ein paar Tipps, die Dir hoffentlich dabei helfen werden, Melodien in Zukunft gebunden bzw. legato spielen zu können.</p>
<p><strong>Linke Hand &#8211;</strong> Eine häufige Fehlerquelle ist die linke Hand. Achte darauf, ob Du bei absteigenden Melodien wirklich konsequent vorbereitest und bei ansteigenden Linien die Finger solange liegen lässt, bis die nächst höhere Saite angeschlagen wird.</p>
<p>Beim Vorbereiten werden die Finger, welche tiefere Töne greifen sollen, gleichzeitig mit dem vorhergehenden aufgesetzt. Wird nicht vorbereitet, besteht die Gefahr, dass nach dem Abheben des einen Fingers der nächste noch nicht in seinem Bund ist. So ergibt sich unweigerlich eine Lücke zwischen den beiden Tönen.</p>
<p>Beispiel: Wenn Du in der ersten Lage den Ton d auf der h-Saite spielst und auf diesen soll der Ton c folgen, dann werden beide Töne gleichzeitig gegriffen. Um das c zu spielen muss im Moment des Anschlags lediglich der dritte Finger, der das d gegriffen hat, gelöst werden.</p>
<p><strong>Rechte Hand &#8211;</strong> Auch die Anschlagstechnik spielt beim Legatospiel eine sehr wichtige Rolle. Hier geht es darum den Moment möglichst kurz zu halten, in dem der jeweilige Anschlagsfinger die Saite überquert. Achte darauf, dass Du den Anschlag immer mit einem &#8220;Kick&#8221; ausführst.</p>
<p>Synchronisieren der beiden Hände &#8211; Wenn Du diese grundlegenden Spieltechniken beherrschst, dann achte darauf, dass Du alle Bewegungen beider Hände ganz synchron ausführst. Das Umgreifen muss genau in dem Augenblick des Anschlags erfolgen, um die Töne wirklich aneinander zu binden.</p>
<p>Meine Unterrichtserfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig eine gute Hörvorstellung für das Legatospiel ist. Schüler*innen, die viel gesungen oder ein Blasinstrument gespielt haben, bereitet es meist wenig Probleme eine gebundene Melodie zu spielen. Sie haben eine so klare Vorstellung davon im Kopf wie eine Melodie klingen sollte, dass Sie oft automatisch das Richtige tun um ihre Hörvorstellung umzusetzen. Es lohnt sich wirklich sehr, die Melodien, die man auf dem Instrument spielen möchte, zuvor einige Male zu singen.</p>
<p><strong>Tipp:</strong> Um Dein Legatospiel zu verbessern solltest Du anfangs leichte und bekannte Melodien benutzen, damit die spieltechnischen Hürden nicht von Deinen eigentlichen Ziel ablenken. Bei vertrauten Melodien ist zudem meist eine gute Hörvorstellung vorhanden.</p>Der Beitrag <a href="https://gitarrehamburg.de/wie-kann-mein-melodienspiel-schoener-klingen/">Wie kann mein Melodienspiel schöner klingen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://gitarrehamburg.de">GitarreHamburg</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Länge und Pflege der Fingernägel?</title>
		<link>https://gitarrehamburg.de/laenge-und-pflege-der-fingernaegel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carla]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Oct 2017 21:46:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarrekonkret]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen & Lehren]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://relaunch.gitarrehamburg.de/?p=1154</guid>

					<description><![CDATA[<p>Frage: Wie lang sollen die Fingernägel beim Gitarrespielen sein und wie muss man sie feilen? Antwort:  Die Fingernägel der Greifhand sollten sehr kurz sein, damit man die Finger wirklich senkrecht [&#8230;]</p>
Der Beitrag <a href="https://gitarrehamburg.de/laenge-und-pflege-der-fingernaegel/">Länge und Pflege der Fingernägel?</a> erschien zuerst auf <a href="https://gitarrehamburg.de">GitarreHamburg</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Frage: </em></p>
<p>Wie lang sollen die Fingernägel beim Gitarrespielen sein und wie muss man sie feilen?</p>
<p><em>Antwort: </em></p>
<p>Die Fingernägel der Greifhand sollten sehr kurz sein, damit man die Finger wirklich senkrecht von oben auf die Saiten aufsetzten kann, ohne dass dabei die Nachbarsaiten abgedämpft werden. Bei Abzugsbindungen dürfen die Nägel nicht an der Saite hängen bleiben, da dies unschöne Nebengeräusche erzeugen würde. Nägel, die das Griffbrett berühren, können zudem das Instrument beschädigen. Auf alten Wandergitarren sieht man hin und wieder richtige Kerben die sich über die Jahre zwischen den Bundstäben gebildet haben und mit Sicherheit von zu langen Fingernägeln stammen.</p>
<p>Auch die Nägel der Anschlagshand sollten zunächst kurz gehalten werden, da sie für ungeübte Spieler*innen anfangs eher ein Hindernis beim Anschlagen darstellen können. In den ersten Gitarrenstunden sollten aber andere elementare Inhalte wie z.B. die Haltung, die Grundanschlagstechniken oder das Notenlesen im Vordergrund stehen.</p>
<p>Später kann dann zum Anschlag  mit den Fingernägeln übergegangen werden, da dies mehr Möglichkeiten der tonlichen Gestaltung und ein größeres Volumen zulässt. Meist ergibt sich der Zeitpunkt, zu dem der Nagelanschlag eingeführt wird von selbst, da irgendwann in jedem Spieler der Wunsch nach einem befriedigenden und nebengeräuschfreien Klangergebnis erwächst</p>
<p><strong>Länge und Form &#8211; </strong>Die Nägel sollten etwa einen Millimeter über die Fingerkuppen hinausschauen, beim Ringfinger kann es aus anatomischen Gründen auch etwas mehr sein. Die Länge des Daumennagels differiert von Gitarrist*in zu Gitarrist*in sehr. Ich selbst bevorzuge einen relativ kurzen Daumennagel (ca. 2 mm länger als die Kuppe), da bei mir ein längerer Daumennagel zu einem sehr spitzen Ton führt und beim Anschlagen an der Saite hängen bleibt. Andere Gitarrist*innen kommen aber auch gut mit einem längeren Daumennagel zurecht.</p>
<p>Länge und Form hängen selbstverständlich stark vom individuellen Wuchs der Nägel ab, absolute Werte lassen sich deshalb nicht festlegen lassen. Der eine Nagel ist nach unten geneigt, der andere nach oben, manche Nägel sind stark gebogen, andere wiederum flach. Auch wie stark der Nagel mit dem Nagelbett verwachsen ist, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Alle diese Faktoren beeinflussen die individuelle Ausformung des Nagels, so dass ich hier lediglich Tipps geben kann, die sich in der Praxis bewährt haben.</p>
<p>Viele Gitarrist*innen feilen ihre Fingernägel entsprechend der Form ihrer Fingerkuppen. Auch ich komme mit dieser Form sehr gut zurecht. Insbesondere bei stark nach unten gebogenen Fingernägeln ist es allerdings ratsam den Nagel an der Fingerspitze stak abzuflachen, da sonst eine Art Krallennagel entsteht, mit dem man an der Saite hängen bleibt. Wie diese Form aussieht kann man sich unter folgendem Link anschauen: <a href="http://www.micro-mesh.de/pages/gitarristen.html" target="_blank" rel="noopener">http://www.micro-mesh.de/pages/gitarristen.html</a></p>
<p><strong>Pflege &#8211; </strong>Mit einer fein gekörnten Feile wird der Nagel in die grobe Form gebracht und die dabei entstehenden Grate entfernt. Danach erfolgt der Feinschliff mit sehr feinem Schleif- bzw. Polierpapier. Ich benutze für den &#8220;Vorschliff&#8221; eine Körnung von 1200 und für den &#8220;Feinschliff eine Körnung von 25000. Man kann aber auch noch deutlich feineres Schleifpapier bekommen. Zum Schluss werden die Nagelkanten absolut glatt poliert. Hierfür kann man wahlweise ein Fensterleder oder eine Polierfeile aus der Drogerie verwenden.</p>
<p>Viele Gitarrist*innen klagen über zu dünne, langsam wachsende oder schnell brechende Fingernägel. Dies lässt sich oft durch gezielte mineralstoffreiche Ernährung ändern. Bei akuten Schwierigkeiten hat schon oft die Einnahme von Kieselerde geholfen. Auch eine Kur mit dem in jeder Apotheke erhältlichen Mittel Gela-Zet, kräftigt die Nägel und beschleunigt ihr Wachstum. Wenn dies nicht hilft kann ein Besuch im Nagelstudio ratsam sein. Hier gibt es z.B. die Möglichkeit, die Nägel mittels eines speziellen Gels und UV-Licht zu härten.</p>
<p><strong>Notfälle &#8211; </strong>Viele werden schon einmal die unschöne Situation erlebt haben, dass ein Nagel kurz vor einem Konzert abgebrochen, eingerissen oder sonst wie beschädigt wurde. Bei kleineren Rissen gibt es die Möglichkeit, den Nagel mit Hilfe von Sekundenkleber und den dünnen Zellstofflagen eines Taschentuchs  (manche nehmen auch Nagellack anstatt des Sekundenklebers) zu flicken. Hierbei sollte man mit großer Vorsicht arbeiten, da man mit diesem Klebstoff selbstverständlich auch ungewollt z.B. seine eigenen Finger aneinander kleben kann. Zur Reparatur trägt man den Kleber dünn auf den beschädigten Nagel auf und legt darauf ein kleines Stück Zellstoff. Diesen Vorgang ein paar mal wiederholen (ca. 3-5 mal) um eine ausreichende Stabilität und Formbarkeit zu gewährleisten. Diese Schichten sollte man nicht zu lange auf dem Fingernagel belassen. Bei einem Totalschaden kann ein Kunstnagel weiterhelfen, der z.B. in Fachgeschäften oder auch in ganz normalen Drogerien käuflich erworben werden kann. Er wird einfach auf den natürlichen Nagel aufgeklebt. Viele Spieler*innen empfinden Kunstnägel eher als Fremdkörper. Da er auf den natürlichen Nagel aufgeklebt wird, vergrößert sich auch der Abstand zum Nagelbett. Einige Spieler*innen bleiben deshalb manchmal beim Anschlag mit dem Kunstnagel an der Saite hängen. Bei derartigen Problemen muss der Fingernagel gekürzt und der Verlust an klanglicher Brillanz leider hingenommen werden. Damit die unterschiedlichen Längen dann nicht den Spielfluss behindern, ist es manchmal ratsam die anderen Nägel auch etwas kürzer zu feilen.</p>
<p>Soweit hier ein paar kurze Tipps, die Dir hoffentlich weiterhelfen, obwohl sie lediglich als variable Richtwerte betrachtet werden können. So individuell wie die Fingernägel, so verschieden müssen auch die unterschiedlichen Formen sein, mit dem man jeweils das optimale klangliche Ergebnis erzielt. Hier hilft es nur zu experimentieren, was sich auch über einen längeren Zeitraum erstrecken kann.</p>
<p>Eine sehr interessante und äußerst detaillierte Beschreibung zum Thema Fingernägel stell Jens Wagner mit seinem Aufsatz &#8220;<a href="http://www.jenswagner.com/ft.htm" target="_blank" rel="noopener">Feiltechnik für Gitarristen &#8211; Anleitung zum Feilen der Fingernägel mit Schleifpapier</a>&#8221; auf seiner Web-Site zur Verfügung. Auch in Scott Tennants Techniklehrwerk &#8220;<a href="https://gitarrehamburg.de/scott-tennant-pumping-nylon-in-tab-das-technik-handbuch-fuer-klassik-gitarristen-lehrwerk/" target="_blank" rel="noopener">Pumping Nylon</a>&#8221; und dem gleichnamigen Lernvideo gibt es hierzu gute und anschauliche Ausführungen und Abbildungen.</p>
<p>Ganz wichtig ist es jedoch, nicht zu vergessen das ein guter Ton im wesentlichen von der Anschlagstechnik und einer präzisen Hörvorstellung bestimmt wird. Dieses Thema bietet aber mehr als genug Stoff für ein Extrakapitel in dieser Rubrik oder in den Gitarrentipps und soll deshalb zu einem späteren Zeitpunkt behandelt werden.</p>Der Beitrag <a href="https://gitarrehamburg.de/laenge-und-pflege-der-fingernaegel/">Länge und Pflege der Fingernägel?</a> erschien zuerst auf <a href="https://gitarrehamburg.de">GitarreHamburg</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
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