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	<title>Klassik &#8211; GitarreHamburg</title>
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		<title>Wolfgang Lendle &#124; Variations Capricieuses</title>
		<link>https://gitarrehamburg.de/wolfgang-lendle-variations-capricieuses-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carla]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Oct 2017 09:13:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CDs]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarrekonkret]]></category>
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					<description><![CDATA[Wolfgang Lendle hat Spaß an der Virtuosität und zeigt dies auch. Dies wird schon am eingespielten Repertoire deutlich. Mit seinen eigenen Kompositionen und den Interpretationen selbst bearbeiteter Werke von Paganini, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone wp-image-1477" src="https://gitarrehamburg.de/wp-content/uploads/2017/10/Variations_lendle.jpg" alt="" width="182" height="180" /></p>
<p>Wolfgang Lendle hat Spaß an der Virtuosität und zeigt dies auch. Dies wird schon am eingespielten Repertoire deutlich. Mit seinen eigenen Kompositionen und den Interpretationen selbst bearbeiteter Werke von Paganini, Kreutzer und Alard bringt er seine innere Verbundenheit mit den Instrumentalvirtuosen der romantischen Epoche, die gleichzeitig auch meist selbst Komponisten waren, zum Ausdruck. Gleich zu Beginn brennt Lendle mit der Caprice Nr. 24 op. 1 von N. Paganini ein regelrechtes Feuerwerk ab. Er überzeugt hierbei nicht nur durch eine makellose technische Beherrschung des Stücks, sondern auch durch die Klarheit der Phrasierung und eine hohe musikalische Intensität.</p>
<p>Mit der CD &#8220;Variations Capricieuses&#8221; stellt sich aber insbesondere der Komponist Wolfgang Lendle vor. Seine Eigenkompositionen stellen die einzige Originalliteratur dieser Aufnahmen dar. Fast bescheiden erklärt er im Booklet, dass die wirklich große Musik dieser Zeit aus der Feder von Nichtinterpreten geflossen sei. Seine Kompositionen dürften aber auch für andere Gitarristen sehr interessant sein. In ihnen lotet Lendle die Möglichkeiten des solistischen Spiels auf der Gitarre aus und überrascht dabei immer wieder mit frappierenden Effekten. Die Tonsprache der Kompositionen ist eher von traditionellem Charakter, zeigt aber einen freien Umgang mit Dissonanzen. Lendles Werke haben nichts von angestrengtem Avantgardismus und spiegeln seine große Kenntnis des Instruments und die Freude am virtuosen Spiel wieder.</p>
<p>In den &#8220;Tres piezas del litoral&#8221; wagt er die kompositorische Auseinandersetzung mit südamerikanischem Material. Die Stücke &#8220;Rumba Negra&#8221;, &#8220;Cuna encantada&#8221; und &#8220;Fiesta en Manabi&#8221; beinhalten zwar südamerikanische Rhythmen und basieren auf entsprechenden programmatischen Inhalten, sie sind aber keineswegs simple, folkloristische Imitationen.</p>
<p>Die übrigen Kompositionen sind gewissermaßen ein Bekenntnis zu Persönlichkeiten, die einen musikalischen Einfluss auf den Komponisten und Interpreten Wolfgang Lendle gehabt haben. Durch das Stück &#8220;Threnodie &#8211; Il Domenico ricordato&#8221; bringt er seine Bewunderung für den Komponisten Domenico Scarlatti zum Ausdruck. Die drei Stücke der &#8220;Homenaje catalán&#8221; sind jeweils M. Llobet, P. Casals und E. Pujol gewidmet. Hier verarbeitet er zudem folkloristische Themen aus der katalanischen Heimat dieser drei Musiker.</p>
<p>Die nicht von dem Interpreten selbst geschriebenen Werke stammen allesamt von Violinvirtuosen und Pädagogen. Neben Kompositionen von Paganini sind dies zwei Etüden von Rudolf Kreutzer und Delphin Alard, die trotz ihrer didaktischen Inhalte auch von unbestreitbarem musikalischem Wert sind.</p>
<p>Mit den letzten zwei Titeln der Einspielung erweist der Interpret noch einmal Paganini seine Referenz. Mit einer sehr gelungenen Bearbeitung von &#8220;La Campanella&#8221; zeigt er in überzeugender Weise auf, welches Repertoire sich für die Gitarre erschließen lässt.</p>
<p>Die bewusst gewählte Anordnung der Reihenfolge alt-neu, bzw. Bearbeitung-Originalstück, mit der Wolfgang Lendle eine Alternative zum gängigen Solorepertoire bieten möchte, geben der Einspielung ihren Rahmen. Den Abschluss bildet dabei die Komposition, nach der die CD benannt wurde. In den &#8220;Variations Capricieuses d´après Paganini&#8221; verarbeitet Lendle das Thema der eingangs gespielten Caprice Nr. 24 op. 1 und schließt durch diese Fusion von Alt und Neu einen Kreis.</p>
<p><a href="/interview-mit-wolfgang-lendle-veroeffentlicht-am-04-01-2002/" target="_blank" rel="noopener">Interview mit Wolfgang Lendle</a></p>
<p>CD-Besprechung: <a href="/wolfgang-lendle-carmenfantasy/" target="_blank" rel="noopener">Carmenfantasy</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
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		<title>Cantomano (Ltg. Volker Höh) &#124; Zypern &#8211; Variationen</title>
		<link>https://gitarrehamburg.de/cantomano-ltg-volker-hoeh-zypern-variationen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carla]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Sep 2017 12:55:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CDs]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarrekonkret]]></category>
		<category><![CDATA[Klassik]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8220;Kali Kypros e.V. versteht sich als Kontaktkreis und Treffpunkt zur Völkerverständigung und pflegt den Austausch zwischen verschiedenen Kulturkreisen. Der als gemeinnützig anerkannte Verein hat mit seiner engagierten Arbeit zahlreiche Freunde [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone size-full wp-image-360" src="https://gitarrehamburg.de/wp-content/uploads/2017/09/cantomano_zypern.gif" alt="" width="150" height="147" /></p>
<p>&#8220;<em>Kali Kypros e.V. versteht sich als Kontaktkreis und Treffpunkt zur Völkerverständigung und pflegt den Austausch zwischen verschiedenen Kulturkreisen. Der als gemeinnützig anerkannte Verein hat mit seiner engagierten Arbeit zahlreiche Freunde gewonnen sowie den Kontakt zu offiziellen Personen, Institutionen und Organisationen hergestellt, die die inhaltlichen Ziele von Kali Kypros e.V. unterstützen und sowohl ideell als auch finanziell mittragen.</em>&#8220;, so stellte sich der der 1991 gegründete Verein auf seiner Internetseite vor [Stand 2017: Internetseite existiert nicht mehr, Anm. d. Red.].</p>
<p>1991, das war das erste Jahr nach der Wiedervereinigung des seit dem zweiten Weltkrieg geteilten Deutschland. Vielleicht ist es kein Zufall, das in dieses Jahr die Gründung des Vereins Kali Kypros fällt, widmen sich viele seiner Projekte doch speziell der seit 1974 geteilten Insel Zypern. Im Zuge der EU-Erweiterung wurde diese Spaltung  jüngst aufs neue manifestiert.</p>
<p>Die CD &#8220;Zypern &#8211; Variationen&#8221; ist das Ergebnis einer gemeinsamen Projektarbeit mit dem Jugendgitarrenensemble &#8220;Cantomano&#8221; unter der Leitung von Volker Höh (<u><a href="http://www.volker-hoeh.de/" target="_blank" rel="noopener">http://www.volker-hoeh.de/</a></u>). Cantomano ist das erfolgreiche Gitarrenensemble des Peter-Altmeier-Gymnasiums (Landesmusikgymnasium von Rheinland-Pfalz) in Montabaur. Dekoriert mit zweiten und ersten Preisen im Deutschen Orchesterwettbewerb hat es sich mittlerweile einen Spitzenplatz unter den deutschen Jugend-Gitarrenensembles erspielt.</p>
<p>Die vorliegende CD ist der geglückte Versuch eines musikalischen und poetischen Porträts Zyperns, seiner Geschichte und seiner unter dem Konflikt der Teilung leidenden Bevölkerung mittels Gedichten, Kompositionen und Arrangements. Die Texte drücken Sehnsüchte, Widersprüche und Hoffnungen der Zypriot*innen aus, während die Musik Stimmungen aufnimmt, weiter trägt, verstärkt oder die emotionale Einstimmung auf folgende Texte liefert. Poesie und Musik  verschmelzen so zu einer  eigenständigen künstlerischen Ausdrucksform. Die Arbeit des neunzehnköpfigen Ensembles beschränkte sich dabei nicht nur auf das engagierte Musizieren, zudem wurde &#8220;Zypern &#8211; Variationen&#8221; von den Schüler*innen in Eigenregie konzipiert und künstlerisch gestaltet. Sogar  Arrangements und eigenen  Kompositionen flossen mit ein.</p>
<p>Auch der musikalische Leiter des Projekts Volker Höh tritt nicht ausschließlich durch seine exzellente Ensembleleitung in Erscheinung, sondern steuert mit den &#8220;Variationen über ein anatolisches Volkslied&#8221; von Carlo Domeniconi, dem Klagelied &#8220;Hialemos&#8221; von Axel D. Ruoff und den mit &#8220;Tylliria&#8221; betitelten Variationen über ein zyprisches Thema von Andreas Charalambous (Berarb.: Istvan Androvicz) auch solistisches bei.</p>
<p>&#8220;Zypern &#8211; Variationen&#8221; ist ein vorbildliches Projekt, das nicht nur dazu geeignet ist, die Kreativität der Jugendlichen zu beflügeln sondern darüber hinaus auch  Interesse an politischen Konflikten und deren oft fatalen Auswirkungen auf das Leben der Menschen zu wecken.</p>
<p>Nachahmer*innen dringend gesucht!</p>
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		<item>
		<title>Ingo Schneider &#124; Walking On The Water</title>
		<link>https://gitarrehamburg.de/ingo-schneider-walking-on-the-water/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carla]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Sep 2017 12:43:15 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Gitarrekonkret]]></category>
		<category><![CDATA[Klassik]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8220;Walking On The Water&#8221; ist die Debüt-CD des Gitarristen Ingo Schneider. Studiert hat der 1966 geborene Osnabrücker bei Wolfgang Lendle, dessen Unterricht er wohl auch seine brillante Spieltechnik verdanken dürfte. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone wp-image-356" src="https://gitarrehamburg.de/wp-content/uploads/2017/09/walking-on-the-water_schneider.jpg" alt="" width="180" height="176" /></p>
<p>&#8220;Walking On The Water&#8221; ist die Debüt-CD des Gitarristen Ingo Schneider. Studiert hat der 1966 geborene Osnabrücker bei Wolfgang Lendle, dessen Unterricht er wohl auch seine brillante Spieltechnik verdanken dürfte. Das Spiel Schneiders klingt angenehm unangestrengt. Auch schwierigste Passagen und hohe Tempi meistert er mühelos. So wird Johann Sebastin Bachs berühmte &#8220;Ciaccona aus der Violinen Partita BWV 1004&#8221; zu einem echten Hörgenuss. Aber auch musikalisch und gestalterisch hat Schneider einiges zu sagen. Bei seinen Interpretationen klingt nichts zufällig. Schön die sehr musikantische Agogik in den von Francisco Tarrega stammenden Titeln &#8220;Vals&#8221;, &#8220;La Mariposa&#8221;, &#8220;Alborada&#8221; und &#8220;Capricho Árabe&#8221;.</p>
<p>Besonders auffällig ist die spannungsreiche und bestimmte Phrasierung Schneiders. Auch die dynamische Gestaltung und den Umgang mit Klangfarben kann man als äußerst delikat bezeichnen. Letzteres wird schon beim Erklingen der ersten Töne des titelgebenden Stücks &#8220;Walking On The Water&#8221; von dem amerikanischen Komponisten Larry Cooperman erlebbar<a href="http://www.newmillguitar.com/" target="_blank" rel="noopener"></a>. Dem interessanten und schön gestalteten Booklet der CD ist folgendes über dieses Stück zu entnehmen: <i>&#8220;Die wichtigste Inspiration zu &#8220;Walking On The Water&#8221; des amerikanischen Komponisten lieferte die Endszene des Filmes von J. Kosinsky &#8220;Being There&#8221;. In dieser Schlusssequenz steht der Hauptdarsteller &#8211; ein alter Gärtner &#8211; am Rande eines Teiches und überquert diesen schließlich auf dem Wasser gehend.&#8221; </i>Eindrucksvoll zeichnet Schneider die Programmatik dieser Szene nach. Anfangs schaffen die tranquillo vorgetragenen jazzigen Harmonien, die durch einige wenige Töne in der Oberstimme miteinander verbunden werden, eine nachdenkliche kontemplative Stimmung. Im weiteren Verlauf sorgen fließende Arpeggiopassagen dafür, dass man vor dem inneren Auge assoziieren kann, wie der alte Mann mehr über das Wasser schwebt als geht.</p>
<p>Das eingespielte Repertoire ist für eine Debüt-CD ansonsten durchaus charakteristisch, handelt es sich doch in erster Linie um bekannte und oft gespielte &#8220;Gitarrenhits&#8221;. Neben den schon genannten Werken gibt es noch die &#8220;Rêverie 0p.19&#8221; von Giulio Regondi, die von dem Italiener Carlo Domeniconi komponierte musikalisch-mystische Legende &#8220;Koyunbaba&#8221; und den beliebten &#8220;Tango en Skai&#8221; des aus Tunesien stammenden Gitarristen Roland Dyens zu hören. Aufgrund der originären Interpretationen Schneiders werden aber auch erfahrene Hörer*innen ihre Freude an dieser CD haben. Gespannt darf man auch auf die zukünftigen Einspielungen von Ingo Schneider warten. Mit dem vorliegenden Tonträger hat der Musiker Kompetenz und internationale Klasse unter Beweis gestellt. Nun kann er frei darangehen, sein eigenes musikalisches Profil zu präsentieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
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		<title>Ulrich Uhland Warnecke &#124; Werke von Warnecke, Weiss, Hagen</title>
		<link>https://gitarrehamburg.de/ulrich-uhland-warnecke-werke-von-warnecke-weiss-hagen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carla]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Sep 2017 12:29:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CDs]]></category>
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					<description><![CDATA[Nachdem angestrengte avantgardistische Versuche, die Zuhörerschaft einzig zu provozieren und zu schockieren, mittlerweile eher Langeweile als Empörung hervorrufen, rücken Komponist*innen, die ihre Tradition und Vorbilder nicht negieren müssen wieder in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;" align="center"><img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone size-full wp-image-353" src="https://gitarrehamburg.de/wp-content/uploads/2017/09/warnecke.jpg" alt="" width="150" height="150" /></p>
<p style="text-align: left;" align="center">Nachdem angestrengte avantgardistische Versuche, die Zuhörerschaft einzig zu provozieren und zu schockieren, mittlerweile eher Langeweile als Empörung hervorrufen, rücken Komponist*innen, die ihre Tradition und Vorbilder nicht negieren müssen wieder in den Mittelpunkt des Interesses. Ulrich Uhland Warnecke ist einer dieser Komponist*innen der neuen Generation, denen die Gitarristik in Zukunft größere Aufmerksamkeit schenken sollte.</p>
<p style="text-align: left;">Wie geschickt Warnecke kompositorischen Einfallsreichtum mit seiner großen Kenntnis des Instruments zu verbinden weiß, zeigt sich schon im ersten Titel der CD. &#8220;Cascabel&#8221; &#8211; eine frappierende Flageolettstudie &#8211; hat das Zeug, zu einem echten Gitarrenhit zu werden.  Dieser faszinierenden Kombination aus Arpeggien und Flageoletts liegen von der Musik des Barock beeinflusste Harmonieverbindungen zugrunde. Auf der CD fungiert &#8220;Cascabel&#8221; gleichsam als kurzes Präludium für den folgenden fünfsätzigen Zyklus &#8220;Toons&#8221;.</p>
<p>Auch dieses Werk bewegt sich harmonisch in einem attraktiven Spannungsfeld eines tonalen Zentrums, freier Verwendung von Dissonanzen und instrumentenidiomatischer Harmonik. Alle drei, von Warnecke temperamentvoll vorgetragenen Toons, basieren auf dem südamerikanischen Baião- Rhythmus. Kontrastiert werden diese fast atemlos vorwärts drängenden Stücke durch zwei ruhig dahinfließende, &#8220;Titel&#8221; benannten Kompositionen, die durch ihre gewagten, sehr dichten harmonischen Fortschreitungen geprägt sind. &#8220;<i>&#8220;Cascabel&#8221; und die &#8220;Toons&#8221; sind eigentlich Konzertetüden, die immer gleiche Strukturen und sogar Fingersätze neu kombinieren, teils minimalistisch / motorisch.</i>&#8221; beschreibt der Komponist selbst seine Werke. Bei näherer Betrachtung entpuppen sich die sehr komplex wirkenden Stücke auch wirklich als durchaus gitarristisch gestrickt.</p>
<p>Mit der von zwei &#8220;Notturnos&#8221; umrahmten &#8220;Hommage a Piazzolla&#8221; zeigt der Komponist ein weiteres Mal seine Vorliebe für die Musik Südamerikas und die Fähigkeit, sich dem Stil eines anderen Komponisten zu nähern, ohne seine eigene Komponistenpersönlichkeit zu verheimlichen.</p>
<p>Überraschend selbstverständlich vollzieht sich dann der Übergang von der Neuen Musik zu den Lautenkompositionen von S.L. Weiss und B.J. Hagen, die Warnecke auf einer achtsaitigen Gitarre darbietet. Dies liegt nicht nur an den immer wieder auftauchenden barocken Einflüssen in den vorangegangenen Werken Warneckes.</p>
<p>Klanglich wird dieser Übergang schon im &#8220;Notturno II&#8221; vollzogen. Durch das Herunterstimmen der Basssaiten während des Stückes erreicht die sechssaitige Gitarre nach und nach denselben Tonumfang wie das danach eingesetzte achtsaitige Instrument. Der Schlussakkord des &#8220;Notturno II&#8221; ist zudem identisch mit dem Anfangsakkord der folgenden Sarabande und beide Stücke weisen einen ähnlichen Gestus auf.</p>
<p>Warnecke zeigt, dass er nicht nur als Interpret seiner eigenen Kompositionen zu glänzen weiß. In den Sarabanden von Weiss schafft er eine Stimmung von Ruhe und fast spirituell wirkender Besinnlichkeit. Die &#8220;Locatelli-Variationen&#8221; von Hagen lässt er dagegen mühelos dahingleiten. In der abschließenden H-Moll Sarabande aus der Sonata Nr. 38 von S.L. Weiss, treibt Warnecke dann den Einsatz verschiedener Skordaturen auf seiner sechssaitigen Gitarre noch einmal auf die Spitze, indem er die A-Saite auf Fis und die E-Saite auf H umstimmt.</p>
<p>Abgerundet wird diese CD durch das hervorragende Booklet, in dem Frank Armbruster der Hörerschaft die Werke Ulrich Uhland Warneckes mit gut verständlichen Worten auch von musikwissenschaftlicher Seite nahe bringt.</p>
<p>Warnecke hat eine sehr runde, konzeptionell in sich geschlossene, Einspielung vorgelegt mit der er sich als höchst interessanter Komponist vorstellt und dabei auch als Interpret zu überzeugen weiß.</p>
<p>Auf der Suche nach neuen Herausforderungen in der &#8220;Neuen Musik&#8221; sollte man an Ulrich Uhland Warneckes Werken nicht so einfach vorbeigehen, denn seine Kompositionen haben es verdient, in Zukunft öfter in den Konzertsälen zu erklingen.</p>
<p>Weitere Inormationen:</p>
<p><a href="https://warneckemusic.com/" target="_blank" rel="noopener">https://warneckemusic.com/</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Barrios Guitar Quartet &#124; Two Timing</title>
		<link>https://gitarrehamburg.de/barrios-guitar-quartet-two-timing/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carla]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Sep 2017 12:14:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CDs]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarrekonkret]]></category>
		<category><![CDATA[Klassik]]></category>
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					<description><![CDATA[Für ihre erste im Jahr 2001 erschienene CD, mit der Gesamteinspielung der Vier Jahreszeiten von Antonio Vivaldi, ist das Barrios Guitar Qartet von der Presse einmütig gefeiert worden. So ein [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone wp-image-350" src="https://gitarrehamburg.de/wp-content/uploads/2017/09/two-timig-BGQ.jpg" alt="" width="180" height="184" /></p>
<p style="text-align: left;">Für ihre erste im Jahr 2001 erschienene CD, mit der Gesamteinspielung der Vier Jahreszeiten von Antonio Vivaldi, ist das Barrios Guitar Qartet von der Presse einmütig gefeiert worden. So ein fulminanter Erstling erzeugt selbstverständlich eine gewisse Erwartungshaltung, die in der Vergangenheit schon so manche Künstler*in verzweifeln ließ. Nicht selten, dass nach einer verheißungsvollen Debüt-CD nichts gleichwertiges mehr nachfolgte. Mit großer Spannung konnte man also auch der neuen Einspielung des in Frankfurt beheimateten Barrios Guitar Quartet entgegen sehen.</p>
<p>Um es gleich vorweg zu nehmen, es ist mehr als erfreulich, was die Gitarristen Heinz Strobel, Martin Wenzel, Bernd Maier und Manfred Fischer mit &#8220;Two Timing&#8221; hier nachlegen. Sehr erfrischend ist schon das komplett andere Repertoire dieser Aufnahme. Das Quartett verfällt nicht der Versuchung auf der Erfolgsschiene ihrer &#8220;Four Seasons&#8221; weiter zu reisen, sondern überrascht mit Eigenkompositionen und Musik, die um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert geschaffen wurde.</p>
<p>In einem Punkt bleiben sich die vier kreativen Köpfe vom Barrios Guitar Quartet dabei aber treu, denn auch mit den Titeln dieser CD bereichern sie die Gitarrenliteratur für ihre Besetzung.  Mit Alban Bergs &#8220;Vier Stücken für Klarinette und Klavier Op. 5&#8221;, Claude Debussys &#8220;Petite Suite pour piano à quatre mains&#8221; und den &#8220;Sechs kleinen Klavierstücken Op. 19&#8221; von Arnold Schönberg präsentieren sie feine und qualitativ hochwertige Arrangements. Wäre es nicht allgemein bekannt, dass von diesen Komponisten keine Werke für Gitarren-Quartett existieren,  könnte man denken es würde sich um Originalwerke handeln.</p>
<p>Mehr noch als die Arrangements beeindrucken aber die Eigenkompositionen des Ensembles, in denen sie die Grenzen zwischen E- und U-Musik verschwimmen lassen. Hier können sich die Zuhörenden davon überzeugen, das Heinz Strobel mit dem dreisätzigen Stück &#8220;Two Timing&#8221; nicht zufällig Preisträger beim Kompositionswettbewerb &#8220;Paolo Barsachi&#8221; 2001 in Italien wurde. Der Komponist zeichnet hier kompositorisch seine eigene musikalische Vita nach, so dass auch viele populäre Stilrichtungen Eingang in das äußerst abwechslungsreiche aber formal klar strukturierte Werk gefunden haben.</p>
<p>Bei der Komposition &#8220;Merge&#8221; handelt es sich um eine Gemeinschaftsproduktion von Strobel, Maier und Wentzel, die mit Einflüssen aus persischer und indischer Musik aufwartet. Dabei wird insbesondere das Spiel mit dem weiten Spektrum an Klangfarben ausgelotet, die auf der Gitarre auch mittels Präparierung des Instruments erzeugt werden können.</p>
<p>Selbstverständlich hat nicht nur das Repertoire dieser CD etwas zu bieten. Mit dem schon auf &#8220;Four Seasons&#8221; bewiesenen musikalischen Ausdrucksvermögen musiziert das Quartett auch dieses mal ohne technische Barrieren und zeigt dabei, dass es keinen Vergleich zu scheuen braucht. Alles klingt so frisch und unverbraucht, das man schon jetzt mit Freude der nächsten Veröffentlichung entgegen sieht.</p>
<p>Mit &#8220;Two Timing&#8221; ist dem Barrios Guitar Quartet ein weiterer großer Wurf gelungen!</p>
<p style="text-align: left;" align="center">Weitere Informationen:</p>
<p style="text-align: left;" align="center"> <a href="http://www.bgq.de/" target="_blank" rel="noopener">http://www.bgq.de/</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Hermann Hudde &#124; Trivium</title>
		<link>https://gitarrehamburg.de/hermann-hudde-trivium/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carla]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Sep 2017 12:06:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CDs]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarrekonkret]]></category>
		<category><![CDATA[Klassik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Kaum ein Instrument hat in der jüngeren Vergangenheit einen ähnlich rasanten Aufschwung erfahren wie die Gitarre. Immer mehr junge hoffnungsvolle Talente, die sowohl über eine ausgereifte Spieltechnik als auch über [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone wp-image-347" src="https://gitarrehamburg.de/wp-content/uploads/2017/09/trivium_hudde.jpg" alt="" width="180" height="180" /></p>
<p>Kaum ein Instrument hat in der jüngeren Vergangenheit einen ähnlich rasanten Aufschwung erfahren wie die Gitarre. Immer mehr junge hoffnungsvolle Talente, die sowohl über eine ausgereifte Spieltechnik als auch über ein breit gefächertes musikalisches Wissen verfügen, werden von einem ständig niveauvolleren Akademiebetrieb hervorgebracht. Der Weg ins Ausland ist kürzer geworden und wird oft genutzt. Andersherum kommen immer mehr Gitarrist*innen aus anderen Ländern nach Deutschland, um von den qualitativ hochwertigen Ausbildungsmöglichkeiten der hiesigen Konservatorien und Musikhochschulen zu profitieren. Manch eine*r bedankt sich später auf musikalische Weise dafür.</p>
<p>So auch der aus Venezuela stammende Gitarrist Hermann Hudde, der beim Label Dreyer &#8211; Gaido seine CD mit dem Titel &#8220;Trivium&#8221; eingespielt hat. Nach Studien bei Rubén Riera in Caracas zog es Hudde nach Deutschland, um in Münster bei Wolfgang Weigel seine Ausbildung fortzusetzen. Zudem nahm der in Köln lebende Musiker an zahlreichen Meisterkursen mit international bedeutenden Gitarrist*innen teil.</p>
<p>Mit Stücken von Joaquin Turina, Rubén Riera, Frederico Mompou und Reneé Eespere bekommt man auf der vorliegenden CD keine virtuosen Kabinettstückchen geboten, die der zuweilen marktschreierischen Musiklandschaft Tribut zollen. Vielmehr stellt sich Hermann Hudde mit einem aus tiefster Überzeugung zusammengestellten Programm vor und präsentiert sich dabei als ein Musiker, der es schafft, seine Zuhörerschaft in ihrem tiefsten Inneren zu berühren.</p>
<p>Ganz besonders kommt dies in den teils folkloristisch anmutenden Kompositionen des venezolanischen Gitarristen und Komponisten Rubén Riera zum Tragen. Die Stücke &#8220;Melancolia&#8221;, &#8220;Monotonia&#8221;, &#8220;Nostalgia&#8221; interpretiert Hudde so anrührend, dass selbst der kritisch hörende Rezensent sich dabei ertappt, wie er von dieser äußerst empfindsam und mit einem herzerwärmend schönen Ton vorgetragenen Musik fortgetragen wird. Genauso stimmungsvoll musiziert Hermann Hudde die sechs Sätze der &#8220;Suite Compostelana&#8221; von Frederico Mompou und zeigt auch hier, dass er ein Meister der sanften, zerbrechlich zarten Momente ist.</p>
<p>Den Schlusspunkt unter dieses Album setzt Hudde gemeinsam mit dem Violinisten Burkhard Schmidt und Gary Wolf an der Flöte. Hier scheint er auf zwei Seeelenverwandte gestoßen zu sein, die mit derselben Hingabe und Intensität musizieren. Das dreisätzige Werk &#8220;Trivium&#8221; wurde von dem estländischen Komponisten Reneé Eespere geschrieben. Trivium bezeichnet einen Ort  an dem drei Wege zusammentreffen. Diese werden hier von den drei verschiedenen Instrumenten auf sich umrankenden Melodielinien und ostinaten Figuren beschritten. Eine beeindruckende Komposition, der es seltsamer Weise gelingt zugleich  Melancholie und Freude zu transportieren.</p>
<p>Das informative Booklet in deutscher, englischer und spanischer Sprache wurde von keinem geringern als John W. Duarte verfasst.</p>
<p>Ein mehr als gelungenes Debut!</p>
<p>Weitere Informationen:</p>
<p><a href="http://www.hermannhudde.com/" target="_blank" rel="noopener">http://www.hermannhudde.com/</a></p>
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		<title>Heike Matthiesen &#124; Tristemusette</title>
		<link>https://gitarrehamburg.de/heike-matthiesen-tristemusette/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carla]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Sep 2017 11:48:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CDs]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarrekonkret]]></category>
		<category><![CDATA[Klassik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Erst im Alter von achtzehn Jahren – zuvor hatte sie seit dem vierten Lebensjahr eine musikalische Ausbildung am Klavier genossen – entdeckte Heike Matthiesen die Gitarre für sich. Schon ein [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p align="justify"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-full wp-image-342 alignnone" src="https://gitarrehamburg.de/wp-content/uploads/2017/09/matthiesen-tristemusette.jpg" alt="" width="150" height="148" /></p>
<p style="text-align: left;" align="justify">Erst im Alter von achtzehn Jahren – zuvor hatte sie seit dem vierten Lebensjahr eine musikalische Ausbildung am Klavier genossen – entdeckte Heike Matthiesen die Gitarre für sich. Schon ein Jahr später nahm sie ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik in Frankfurt am Main bei Thomas Bittermann auf. Ihrer Künstlerischen Reifeprüfung im Jahre 1993 schlossen sich Studien bei Pepe Romero sowie zahlreiche Meisterkurse bei namhaften Gitarristen wie Leo Brouwer, Manuel Barrueco, David Russel, Alvaro Pierri oder Roland Dyens an. Dass es kein Hindernis sein muss, erst so spät das Instrument seines Herzens zu  entdecken, dafür ist Matthiesens schon im Jahre 2001 erschienene CD „Tristemussette“ ein nachdrücklicher Beleg. Ihr – nach der CD &#8220;Sol y luna&#8221; – zweiter Tonträger ist ganz dem herausragenden Komponisten und Gitarristen  Roland Dyens gewidmet. Eine exzellente Wahl hat Matthiesen da getroffen, denn Dyens große Kenntnis um die speziellen Idiomatik des Instruments und sein schier unerschöpflicher kompositorischer Ideenreichtum haben eine beachtliche Liste an ausnahmslos durch und durch gitarristischen Kompositionen für die Gitarre hervorgebracht.</p>
<p style="text-align: left;" align="justify">Es ist der 17. Juli 1996, an dem ein TWA-Jumbo vom New Yorker JFK Airport mit dem Ziel  Paris abhebt und kurz nach dem Start explodiert. Alle 230 Insassen kommen bei diesem Unglück ums Leben. Unter den Passagieren befand sich auch Marcel Dadi, einer der führenden französischen Fingerstylegitarristen. Das titelgebende Eingangsstück dieser CD „Tristemusette“ ist eines von zwei Stücken, das Dyens als Hommage an Dadi einige Tage nach dem tragischen Unfall geschrieben hat. Er, der ein großer Verehrer Dadis ist, befand sich zu diesem Zeitpunkt geradezu in einem Schockzustand. Man könnte also erwarten, dass die musikalische Würdigung Marcel Dadis getragen und schmerzvoll klingen würde. Wahrscheinlich ganz im Sinne Dadis, hat Dyens aber mit dem Walzer eine von dessen Lieblingsgattungen gewählt, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. &#8220;Tristemusette&#8221; ist ein zauberhaftes Stück, das zwischen venezolanischer Leichtigkeit und der Melancholie der französischen Musette schwankt. Matthiesen spielt schwungvoll und federnd, schafft es aber, die ständig präsente Wehmut auf subtile Weise durchscheinen zu lassen.</p>
<p style="text-align: left;" align="justify">Nach den Titeln &#8220;Citrons doux&#8221; und &#8220;Valse en skaï&#8221; darf selbstverständlich auch ein virtuoser Hit wie der &#8220;Tango en skaï“ auf einer derartigen Porträt-CD nicht fehlen, hat Dyens doch gerade dieser – der Legende nach auf einer Party improvisierten und später schriftlich fixierten – musikalischen Humoreske einen großen Teil seiner Bekanntheit zu verdanken. Hierbei legt Matthiesen mehr Wert darauf, die musikalischen Vorgaben des Komponisten geschmackvoll umzusetzen als mit übermäßig hohem Tempo beeindrucken zu wollen.</p>
<p>Neben den bekannten Werken &#8220;Troies Pieces Polyglottes&#8221;, &#8220;Libra Sonatina&#8221; und &#8220;Songe Capricorne&#8221; hat sich Matthiesen mit Hingabe auch einigen musikalischen Kleinoden aus Dyens Oeuvre gewidmet, die seltener in den Programmen von Konzertgitarrist*innen zu finden sind. Echte Highlights darunter sind insbesondere das Heike Matthiesen gewidmete und mit innig warmen, äußert sinnlichem Ton dargebotene &#8220;Vénézuelettre&#8221; (aus dem Zyklus &#8220;20 lettres pour guitarre solo&#8221;) sowie die kunstvollen Bearbeitungen der drei französischen Chancons &#8220;Revoir Paris&#8221; (Charles Trenet), &#8220;Syracuse&#8221; (Henri Salvador) und &#8220;Un jour tu verras&#8221; (Georges van Parys). Hier glänzt Matthiesen einmal mehr mit melodischer Gestaltung vom allerfeinsten.</p>
<p>Ein beeindruckendes und stimmungsvolles Porträt eines der unbestreitbar wichtigsten zeitgenössischen Gitarrenkomponisten, mit technischer Souveränität und musikalischem Fascettenreichtum interpretiert.</p>
<p>Weitere Informationen:</p>
<p style="text-align: left;" align="justify"><a href="http://www.heikematthiesen.de/" target="_blank" rel="noopener">http://www.heikematthiesen.de/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: left;" align="center">
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		<title>Clemens Völker &#124; Traumblau</title>
		<link>https://gitarrehamburg.de/clemens-voelker-traumblau/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carla]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Sep 2017 11:33:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CDs]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarrekonkret]]></category>
		<category><![CDATA[Klassik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8220;Blau ist die Farbe des Übergangs von des Tages Helle in die Nacht der Träume. Wenn der Tag zur Neige geht, verändert sich unsere Wahrnehmung; Augen und Ohren werden weiter, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone wp-image-339" src="https://gitarrehamburg.de/wp-content/uploads/2017/09/traumblau_clemens_völkel.jpg" alt="" width="180" height="180" /></p>
<p>&#8220;<em>Blau ist die Farbe des Übergangs von des Tages Helle in die Nacht der Träume. Wenn der Tag zur Neige geht, verändert sich unsere Wahrnehmung; Augen und Ohren werden weiter, und die Seele öffnet sich den Erinnerungen. Kein anderes Instrument vermag diese Gemütsfarbe so umfassend und unmittelbar auszudrücken wie die Gitarre. Sie sucht die poetische Verdichtung &#8211; denn die große Geste liegt ihr fern &#8211; und rührt mit ihrem Klang an das Innerste im Menschen. Sie ist als eines der ältesten Volksinstrumente ein wahrhaftiger Lebensbegleiter und selbst in den zartesten Momenten niemals sentimental, bei aller Kraft und Herbheit niemals grob.</em>&#8221;</p>
<p>Mit diesen Sätzen, die der Gitarrist Clemens Völker dem Booklet-Text seiner CD &#8220;Traumblau&#8221; vorangestellt hat, gewährt er einen tiefen Einblick in seine Musikerseele. Die in diesen Zeilen zum Ausdruck gebrachte Einstellung zur Gitarre spiegelt sich auch in der Musik seiner ersten Solo-CD wieder. Mit einem Programm, das sich von der Barockmusik eines Robert de Visée bis zu jazzigen Klängen des Pianisten Bill Evans erstreckt, stellt sich Clemens Völker als engagierter und sehr vielseitiger Musiker vor.</p>
<p>Die einleitende Suite No.6 in c-moll aus dem berühmten 1682 erschienen Buch &#8220;Livre de la Guittare&#8221; von Robert de Visée wurde selbstverständlich für die damals gebräuchliche Barockgitarre komponiert. Für eine Wiedergabe auf der modernen Konzertgitarre bedarf es deshalb einer Bearbeitung der Originalvorlage, die den erheblichen instrumentenbaulichen Unterschieden Rechnung trägt. Aus diesem Grunde verzichtet Völker auch auf  den übermäßigen Gebrauch der auf der Barockgitarre üblichen Schlagtechniken, so dass nichts von der ursprünglichen Feinheit dieser Werke verloren geht. Mit einer sehr eindeutigen Linienführung legt er polyphone Strukturen frei, ornamentiert gekonnt und lässt dabei stets die Charaktere der einzelnen Suitensätze aufleben. Grundsätzlich spielt Völker mit zurückhaltender Noblesse, geht aber auch wie z.B. in Courante und Gavotte energisch und zupackend zu Werke.</p>
<p>In den folgenden drei Mazurken von Francisco Tarrega stellt Völker das tänzerische Element in den Vordergrund und nimmt diese in einem etwas flotteren Tempo und nicht ganz so elegisch wie sie sonst oft interpretiert weden.</p>
<p>Mit den musikalisch und technisch höchst anspruchsvollen Konzertetüden (No. 8, 5, 10, 11 und 7) des brasilianischen Komponisten Heitor Villa-Lobos stellt Clemens Völker auch seine virtuosen Fähigkeiten unter Beweis, meistert schnelle Läufe und Arpeggien äußerst sauber und in makelloser Manier, drängt sich dabei als Interpret aber nie in den Vordergrund.</p>
<p>Bill Evans wird oft als der Debussy unter den Jazzpianisten bezeichnet. Die hier eingespielten 3 Stücke wurden von Ralf Jarchow für die Gitarre eingerichtet. Durch Völkers erlesene Tongebung kommen die Impressionismen dieser musikalischen Schätze  wirkungsvoll zur Entfaltung.</p>
<p>Auch in der abschließenden neoklassizistischen Sonate op. 77 von Mario Castelnuovo-Tedesco stellt sich Völker ganz in den Dienst der Komposition, indem er die vier Sätze geschmackvoll aber ganz ohne Effekthascherei gestaltet.</p>
<p>Bei der Aufnahme wurde bewusst auf übermäßigen Schnitteinsatz und digitale Nachbearbeitung verzichtet, um so ein wenig Konzert-Atmosphäre zu erhalten. All zu oft wird man als Hörer*in mit fast sterilen Aufnahmen konfrontiert, so dass es sehr angenehm ist auch einmal etwas vom agierenden Interpreten &#8211; z.B. durch dessen Atmung &#8211; mitzubekommen.</p>
<p>Alles in Allem sehr viel mehr als eine ausgezeichnete musikalische Visitenkarte.</p>
<p>Weitere Informationen:</p>
<p><a href="http://www.voelkermusik.de/" target="_blank" rel="noopener">http://www.voelkermusik.de/</a></p>
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		<title>Stefan Schmitz &#124; Tales Beyond Words</title>
		<link>https://gitarrehamburg.de/stefan-schmitz-tales-beyond-words/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carla]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Sep 2017 11:23:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CDs]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarrekonkret]]></category>
		<category><![CDATA[Klassik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Debut des Monats kommt diesmal aus der am Niederrhein gelegenen Stadt Voerde. &#8220;Tales Beyond Words&#8221; hat Stefan Schmitz seinen Erstling genannt und Werke von Bach, Brouwer, Llobet und Walton [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone wp-image-336" src="https://gitarrehamburg.de/wp-content/uploads/2017/09/tales-beyond-words_stefan-schmitz.jpg" alt="" width="180" height="151" /></p>
<p>Das Debut des Monats kommt diesmal aus der am Niederrhein gelegenen Stadt Voerde. &#8220;Tales Beyond Words&#8221; hat Stefan Schmitz seinen Erstling genannt und Werke von Bach, Brouwer, Llobet und Walton eingespielt. Wie das informative und gut gestaltete Booklet verrät, studierte der 27 jährige an der Hochschule für Musik &#8220;Franz Liszt&#8221; in Weimar als Schüler von Prof. J. Rost und G. Reichenbach, sowie bei Prof. J. Clerch an der Robert Schumann Hochschule für Musik in Düsseldorf und bei Prof. Carlo Marchione in Maastrich. Zahlreiche Meisterkurse rundeten seine Ausbildung ab. Der in Köln geborene Gitarrist wurde in seiner jungen Karriere zudem schon mit zahlreichen Hauptreisen bei internationalen Wettbewerben dekoriert.</p>
<p>Mit der Violinsonate Nr.1 BWV 1000/1001 von Johann Sebastian Bach eröffnet Schmitz seine Einspielung und schafft es vom ersten Ton an, eine nahezu spirituelle Atmosphäre zu erzeugen. Ganz dicht holt er die Zuhörenden an sich heran und arbeitet kunstvoll die polyphone Strukturen des Werkes heraus. Durch exquisite Linienführung und feine Artikulation verleiht er insbesondere der Fuge eine sehr schöne Transparenz.</p>
<p>Bachs Werk steht in einem spannenden Kontrast zur darauf folgenden Komposition &#8220;Variations on a theme of Django Reinhardt&#8221; von Leo Brouwer, dessen mit Titeln wie &#8220;Bourree&#8221;, &#8220;Sarabanda&#8221;, &#8220;Giga&#8221; oder &#8220;Toccata&#8221; versehene Variationen auch auf barocken Formen und der typischen Rhythmik der entsprechenden Suitensätze basieren. In diesem Stück, das 1984 in seiner so genannten neoromantischen Phase entstand, hat der kubanische Komponist den bekannten Jazz-Standard &#8220;Nuages&#8221; von Django Reinhard verarbeitet. Nach einer kurzen langsamen Einleitung und dem ruhig vorgetragenen Thema verdichtet sich die musikalische Spannung in den einzelnen Variationen zunehmend, um am Ende in einer virtuosen Toccata mit schnellen Läufen, Arpeggien und Bartok-Pizzikati zu kulminieren.</p>
<p>Nun folgt ein besonders schöner und intensiver Moment dieser Einspielung, denn nach dem gegen Ende &#8211; ganz dem musikalischen Erfordernisse entsprechend &#8211; eher rustikal fast schroff artikulierten Werk Brouwers, kommen Miguel Llobets Bearbeitungen der zarten katalanischer Volklieder &#8220;Canço del Lladre&#8221; und &#8220;El Noi de la Mare&#8221; ganz besonders wirkungsvoll zur Entfaltung. Mit sehr warmen und cantablem Spiel beweist Schmitz hier seine Fähigkeiten in der tonlichen Gestaltung.</p>
<p>Die &#8220;Five Bagatelles&#8221; von William Walton entstanden in fruchtbarem Dialog des Komponisten mit dem englischen Gitarristen Julian Bream. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit sind fünf Stücke, die durchaus der Idiomatik des Instruments entsprechen, aber keinerlei abgedroschene Gitarrismen enthalten. Auch diese, wie insbesondere der dritte Satz &#8220;A la Cubana&#8221; teils von karibischen Rhythmen inspirierten Werke interpretiert Schmitz tonschön, fein artikuliert und mit großer Genauigkeit, ohne dabei jemals akademisch steif zu wirken.</p>
<p>Zum Abschluss bringt der junge Gitarrist mit dem Stück  &#8220;Un Sueño en la Floresta&#8221; von Augustin Barrios Mangore, einer der wohl beliebtesten Tremolostudien, noch einmal die ganze Sinnlichkeit des Instruments zum Ausdruck.</p>
<p>Ein überaus gelungenes Debut, mit dem sich Stefan Schmitz der Öffentlichkeit als ein sehr kompletter Musiker vorstellt.</p>
<p>Weitere Informationen:</p>
<p><a href="http://www.gitarrenzauber.de" target="_blank" rel="noopener"> http://www.gitarrenzauber.de</a></p>
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		<title>Barrios Guitar Quartet &#124; The Four Seasons</title>
		<link>https://gitarrehamburg.de/barrios-guitar-quartet-the-four-seasons/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carla]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Sep 2017 11:09:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CDs]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarrekonkret]]></category>
		<category><![CDATA[Klassik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Gitarristen Heinz Strobel, Martin Wenzel, Bernd Maier und Manfred Fischer haben mit der Einspielung &#8220;The Four Seasons&#8221; von Antonio Vivaldi eine äußerst bemerkenswerte Debüt-CD vorgelegt. Das Barrios Guitar Quartet [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" loading="lazy" class="alignnone wp-image-331" src="https://gitarrehamburg.de/wp-content/uploads/2017/09/BGQ-four-seasons.jpg" alt="" width="180" height="183" /></p>
<p>Die Gitarristen Heinz Strobel, Martin Wenzel, Bernd Maier und Manfred Fischer haben mit der Einspielung &#8220;The Four Seasons&#8221; von Antonio Vivaldi eine äußerst bemerkenswerte Debüt-CD vorgelegt.</p>
<p>Das Barrios Guitar Quartet überzeugt durch perfektes Zusammenspiel und unaufdringliche Virtuosität, die nie zum Selbstzweck gerät. Hier handelt es sich  nicht um das Aufeinandertreffen von vier Solisten, sondern um ein echtes Quartett. Die Spielfreude der vier Musiker ist förmlich herauszuhören.</p>
<p>Die räumlichen Klangeffekte des Werkes werden  durch die adäquate Stimmverteilung und den sehr nuancierten Einsatz von Klangfarben und dynamische Abschattierungen wiedergegeben und verstärkt. Dabei wird nichts dem Zufall überlassen. Die Interpretation orientiert sich stets an der musikalischen Textur. Dies wirkt zu keiner Zeit einstudiert, sondern folgt einer inneren Logik und einer gemeinsamen musikalischen Idee. Mit ihrer sehr differenzierten Anschlagskultur können die vier Gitarristen ein äußerst zartes und präsentes Piano erzeugen. An lauten Stellen schwillt das Quartett dagegen zu einem echten Klangkörper an und suggeriert orchestrale Klangfülle .</p>
<p>Eine weitere Stärke ist die tonliche Ausgewogenheit des Ensembles. Mit Klarheit und Brillanz wird in den schnellen Sätzen der schwungvolle, rhythmische Charakter unterstrichen, während die Kantilenen der langsamen Sätze mit einem wunderbar sinnlichen und warmen Ton vorgetragen werden.</p>
<p>Besondere Anerkennung gilt dem Bearbeiter Heinz Strobel. Er hat es verstanden das Werk auf die Gitarre zu übertragen, ohne dass dabei eine bloße Imitation des Originals herausgekommen ist. So entstand keine Miniatur sondern eine Bearbeitung, die den Intentionen des Komponisten sicher in vollem Umfang gerecht wird.</p>
<p>Die programmatischen Inhalte der  Komposition werden, entsprechend den eigenen Ansprüchen der Musiker und den Vorgaben des Komponisten,  eindrucksvoll wiedergegeben. Hierbei nutzen sie stets die instrumentenspezifischen Gestaltungsmittel.</p>
<p>Diese Aufnahme ist ein echter Hörgenuss, der ein breites Publikum ansprechen dürfte. Sowohl Expert*innen, als auch  Liebhaber*innen werden Ihre Freude mit dieser Einspielung haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Für Interessierte die mehr über das Barrios Guitar Quartett erfahren wollen, gibt es auf dieser Site ein <a href="/interview-mit-dem-barrios-guitar-quartet-veroeffentlicht-am-23-10-2001/" target="_blank" rel="noopener">Interview</a> mit den Gitarristen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auf der Web-Site des Barrios Guitar Quartet gibt es weitere Informationen zu diesem Ensemble:</p>
<p><a href="http://www.bgq.de/" target="_blank" rel="noopener">http://www.bgq.de/ </a></p>
<p align="center"><span style="font-size: small;"> </span></p>
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